Die DDO-Tipps der Exploratoren. Teil 1: Grundlagen.

Die planaren Exploratoren spielen seit 2008 das MMO Dungeon & Dragons Online: Eberron Unlimited (lieber kurz: DDO). In dieser langen Zeit (gefühlt 10 Jahre) haben wir einiges mit dem Spiel erlebt: zahlreiche neue Updates, den Wechsel auf Free to Play, den Streit zwischen Turbine, Atari und Codemasters und die Eröffnung des deutschen Servers. Über all das haben wir Tonnen von Text hier auf unserer Website verbreitet. Von einer Sache haben wir aber bisher die Finger gelassen: Tipps & Tricks. Das soll sich ändern! Denn DDO ist zwar Action-basiert und bunt – aber leider kein bisschen einfach. Die Umsetzung der Dungeons & Dragons 3.5 Pen’n’Paper Regeln ist (unserer Meinung nach) toll gelungen; aber sie ist hoch komplex. Und auch die Struktur des Free to Play Modells ist nicht gerade durchsichtig. Es gibt also eine paar Dinge, die man wissen sollte, bevor man sich einen Account anlegt. Wir beginnen deshalb unserer Tipps & Tricks Reihe mit den Grundlagen… was für ein Spiel ist DDO eigentlich?


Dungeons & Dragons Online ist kein WOW.

Spieler, die eine preiswerte Abwechslung von Blizzards Mega Seller MMO suchen, sind bei DDO herzlich willkomen. Man sollte aber wissen, dass sich das Spiel sehr stark vom klassischen Erfolgsmodell unterscheidet. Erstens: DDO ist instanziert. Die Dungeons und Aussengebiete, in denen die Abenteuer statt finden, sind alle über die zentrale Stadt ‚Stormreach‘ erreichbar. Hier kann man dann auch andere Spieler treffen. In den Dungeons ist man aber alleine, mit einer sechs Mann-Gruppe oder mit einem Raid unterwegs. Das Fehlen einer großen, verbundenen Spielwelt ist zwar schade, dafür erlaubt es aber einen aufwendigeren grafischen Look. Vor allem die hochauflösenden Texturen sehen (auch heute, 5 Jahre nach dem Launch von DDO) noch klasse aus. Und man sollte sich nicht täuschen: das Spiel ist riesig, denn es wurden kontinuierlich Dungeons, Aussengebiete und auch neue Stadtteile von den Entwicklern hinzugefügt. Für Weltenentdecker gibt es auf jeden Fall genug zu tun. Nicht umsonst kleben die planaren Exploratoren seit 3 Jahren an dem Spiel.

Dungeons & Dragons Online ist keine Standard-Kost.

Dungeons & Dragons Online basiert auf dem klassischen Pen’n’Paper System D&D. Im Unterschied zu vielen anderen D&D-Computerspielen greift es aber nicht auf die beliebte Spielwelt der ‚Vergessenen Reiche‘ (Forgotten Realms) zurück. Also kein Neverwinter, Tiefwasser, Drizzt Do’urden und kein Elminster. Statt dessen erkundet man die recht ungewöhnliche Welt Eberron. Auch hier trifft man die genre-üblichen Elfen, Zwerge, Halblinge (keine Hobbits!) und Orks. Die Welt fühlt sich aber bedeutend moderner an! Magie kommt in Eberron als konsequenter Ersatz zur Technik zum Einsatz. Beispiele hierfür sind die Luftschiffe, die mit Hilfe von Elementar-Energie angetrieben werden, oder die roboterartigen Kriegsgeschmiedeten (Warforged), die als Spielerrasse gewählt werden können. DDO bekommt dadurch einen deutlichen Steampunk-Touch.

Fast ein T1000. Die Warforged (deutsch: Kriegsgeschmiedeten) vermitteln gut das leichte Steampunkt-Feeling der Spielwelt Eberron.

Dungeons & Dragons Online ist schnell.

DDO bietet zwar eine Auto-Attack-Funktion, aber die nützt nicht viel. Die Kämpfe des Spieles sind nämlich stark Action-lastig. Zuschlagen geht nur, wenn man in Reichweite ist. Man kann springen, klettern, ausweichen, den Gegner einkesseln und hinter einer Ecke in Deckung gehen, denn Geschosse und Zauber treffen nur, wenn eine Sichtlinie besteht. Das Spiel ist zwar kein Shooter-MMO, bietet aber ein willkommene Abwechslung zum langweiligen Timer-starren-Button-klicken der restlichen Spiele am Markt. Ein weiterer wichtiger Unterschied zur Standard MMO-Suppe: es gibt keine automatische Heilung. Die Trefferpunkte- und Mana-Balken füllen sich nur durch Magie oder durch Pausen an den sparsam verteilten Rast-Schreinen (rest-shrines). Der Schwierigkeitsgrad und der taktische Anspruch des Spieles liegt deswegen im Vergleich mit anderen MMOs recht hoch! Vielleicht hat das Spiel auch deswegen den Ruf, nicht gerade solo-freundlich zu sein. In der Tat ist es so, dass man in der unteren Leveln des Spieles als Einzelspieler noch recht gut klar kommt. Spätestens ab Stufe 10 wird das aber zunehmend schwerer. Am besten spielt sich DDO mit einer 4 Mann Gruppe. Wenn man dabei alle Basisklassen (Krieger, Magier, Kleriker, Schurke) abgedeckt hat, kommt man fast überall gut durch. Für leere Plätze in der 6 Mann Gruppe stehen noch die Mietlinge (Hirelings) zur Verfügung. Die sind allerdings wegen ihrer eingeschränkten (–> doofen) KI nur sehr begrenzt einsetzbar. Ach ja, auch das stereotypische Monster-Grinden fällt in DDO flach. Erfahrungspunkte bekommt man in erster Linie nur für komplett abgeschlossene Abenteuer.

Die Kämpfe in DDO sind schnell und mit viel Bewegung verbunden. Da wird es leicht mal unübersichtlich...

Dungeons & Dragons Online ist ein echtes Free to Play Spiel.

Gar kein kein Abo? Blödsinn! Natürlich kann man auch in Dungeons & Dragons Online ein (recht günstiges) Abo abschliessen. In diesem Fall steht einem praktisch das komplette Spiel offen und man erhält eine monatliches ‚Taschengeld‘  in Form von Gratis-Turbine-Punkten, die man im Turbine-Shop für virtuelle Güter verprassen kann. Selbst wenn man das Abo wieder kündigt, bleiben diese Punkte erhalten. Das Abo ist natürlich in erster Linie sinnvoll für Spieler, die DDO als Full-time MMO angehen. Wer gezielt bis Stufe 20 vorstoßen möchte, wer möglichst viele der abgefahrenen Abenteuer spielen möchte, sollte hier zuschlagen. Durch die 500 monatlichen Gratis-Punkte sammelt man schnell genug ‚Vermögen‘ an, um sich wirklich interessante Komfort-Funktionen zuzulegen. Wir werden das in einem späteren Artikel genauer betrachten. Wichtig: alle Upgrades wie neue Rassen oder Klassen, die man erwirbt, sind automatisch auf allen Servern frei geschaltet. Wer das Spiel nur nebenher spielt, oder mal rein schnuppern möchte, braucht weder das Abo, noch den Turbine Shop. DDO ist rein theoretisch komplett gratis (durch-)spielbar, denn es gibt kostenlose Inhalte (Abenteuer) auf fast allen Stufen. In diesem Fall ist man allerdings gezwungen, die freien Inhalte mehrmals durchzuspielen um auf diese Weise XPs zu grinden (also doch grinden…).

Der Turbine-Store. DDO finanziert sich vor allem durch den Verkauf der einzelnen Abenteuer-Instanzen. Die Preise reichen dabei von ca. 2,00 € bis hoch zu 15,00 € für sehr große Inhalte-Pakete.

Dungeons & Dragons Online ist cool, weil es Dungeons & Dragons ist.

Das Spiel basiert auf dem ältesten Rollenspiel der Welt. Fast alles, was man in irgend einem X-beliebigen Fantasy (-Computer) Spiel findet, stammt aus Dungeons & Dragons. Das sich natürlich seinerzeit grosszügig bei Buch-Vorlagen wie dem Herrn der Ringe bedient hat. Trotzdem bietet das Spiel noch eine Menge Dinge, die man noch nicht überall gesehen hat. Dazu zählen unter anderem eine extrem bunte & kreative Sammlung von Monstern, Tonnen von Zaubersprüchen, ungewöhnliche Charakterklassen und skurrile Schauplätze wie die alternativen Existenzebenen voller Engel, Teufel & Dämonen. Wer in diesem Spiel nur in den Wald geht, um Orks zu erschlagen, hat selber Schuld – es gibt extrem viel zu entdecken. Dazu passt übrigens sehr gut die Art der Präsentation: die Grafik ist bunt, aber nicht knallig. Besonder die Monstermodelle sind Hingucker. Etwas ganz besonderes ist übrigens die Dungeon-Master Voice: an bestimmten Abschnitten kommentiert ein Sprecher aus dem Off  die Handlung in der Art eines Pen’n’Paper Spielleiters. Ach ja…. die deutsche Übersetzung ist übrigens eher amüsant als gelungen. Das Spiel sollte, wenn es geht, in Englisch gespielt werden. Die Umstellung ist kinderleicht, nicht verbunden mit irgend einer Form der Zensur und lässt sich jederzeit schnell rückgängig machen.

Sie können die Sprache, in der Sie DDO spielen möchten, jederzeit mit einem Klick im Launcher wechseln. Wir empfehlen trotz allem Englisch.

Damit ist eigentlich das Wichtigste gesagt. DDO ist nicht für jeden – und das ist gut so! Die planaren Exploratoren werden nun in den kommenden Wochen auf die Details des Spieles näher eingehen. Welche Charaktere sollte man als Anfänger nehmen? Was muss ich als Solo-Spieler in DDO beachten? Wie funktioniert das komplexe Item-System? Welche Abenteuer lohnen sich als Kauf im Turbine-Store? Bleiben Sie dran, wir bleiben es auch ;-)

Und falls Sie Lust bekommen haben, dass Spiel mal auszuprobieren: hier gehts zur DDO-Homepage!

Seltsame Orte, skurille Monster. Hier ein Blick in den berühmten vertikalen Dungeon 'The Pit', der auch von alten DDO-Hasen immer noch als echte Herausforderungen angesehen wird.

2 Kommentare

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