Die Grafik von DDO: Stadt, Land, Fluss

Ein ernsthafter MMO Spieler verbringt mehr Zeit in der virtuellen Welt seiner Wahl, als in der Fussgängerzone seiner jeweiligen Heimatstadt. Kein Wunder dass sich die Hersteller Mühe geben, das Aussehen ihrer Spiele so ansprechend wie möglich zu gestalten. Was bietet DDO, das aktuelle MMO meiner Wahl, in diesem Bereich? Wie sehen die Häuser in den Städten aus? Wie die Abenteuergebiete? Wie die Dungeons? Um interessierten Spielern einen Eindruck vom Look des Spieles zu geben, werde ich hier eine lose Folge von Artikeln veröffentlichen, die sich mit den verschiedenen Aspekten der Grafik von DDO beschäftigen. Und natürlich wird das ganze gespickt mit einer ordentlichen Portion Screenshots. Den Anfang mache ich mit den Städten und Aussengebieten.

Pinzipiell gibt es in dem Spiel nur eine einzige Stadt: Stormreach, die Basis von der sich die Abenteurer aus auf Expeditionen ins Innere des Kontinentes Xen’drik begeben. Allerdings besteht Stormreach aus diversen Zonen, die unterschiedlich designt wurden. Sieht man sich die Architektur genauer an, erkennt man, dass die Grafiken von DDO mit viel Liebe an die Hintergrundgeschichte des Spieles (die Eberron-Spielwelt) angepasst wurden. Das erste was auffällt: Stormreach liegt im Süden! Spielen ist wie Ferien in der Karibik. Überall stehen seltsame Palmen und üppige Vegetation rum. Das zweite auffällige Merkmal sind uralte, titanische Mauern aus riesigen Steinen, die überall in der Stadt und in den Aussengebieten anzutreffen sind. Zwischen den riesigen Ruinen wirken die jüngeren, nachträglich hinzugefügte Gebäude wie Spielzeughäuser. Der Grund für diesen Gigantismus liegt in der Story von DDO: der Kontinent Xendrik, auf dem das Spiel statt findet, war vor langer Zeit von hoch entwickelten Riesen-Rassen bevölkert, die die Mauern hinterlassen haben.

Die untere Cafe-Szene ist typisch für Stormreach. Man sitzt lauschig im Freien unter (irgendwie tulpenartigen) Palmen. Im Hintergrund sieht man die fetten Mauern aus dem längst vergangenen Imperium der Riesen. Sehr romantisch.

Diese lauschige Cafe-Szene ist typisch für Stormreach. Man sitzt draussen unter (irgendwie tulpenartigen) Palmen. Im Hintergrund: die fetten Mauern aus dem längst vergangenen Zeitalter der Riesen.

Ebenfalls bemerkenswert sind die zahlreichen schwebenden Gebäude, Türme und Mauerstücke. Eberron ist eine Welt satt angefüllt mit Magie. Die schwebenden Häuser unterstreichen das perfekt.  Übrigens:  die Schwebezauber werden durch einen eigenen grafischen Effekt visualisiert. Das sieht dann in etwa wie ein kleiner leuchtender Turm aus Ringen aus, der sich unter dem levitierenden Objekt langsam dreht. Nichts was man unbedingt gesehen haben muss… aber man freut sich über die Liebe zum Detail, die die Designer demonstrieren.

ddo_kneipe_anfanger_zone_hubsch

Natürlich ist nicht alles niedlich und hübsch. DDO geht auch finster. Die unterschiedlichen Stadt- und Aussengebiete wurden mit zahlreichen Texturen erstellt und sorgen so für optische Abwechslung. Hier haben die planaren Exploratoren zum Beisspiel einen Abstecher in eine Untotensiedlung gemacht. Der dunkle, ernste Look setzt sich deutlich vom putzigen Comic-Gothic-Stil ab, den WOW in diesem Bereich pflegt. Eine Disneyland-Undercity sucht man in Eberron vergeblich.

ddo_deleras_tomb2

Und noch einmal Stadtgebiet: der untere Screenshot zeigt das Territorium der Fraktion ‚Haus Phiarlan‘ – eine Gruppe von elfischen Gastwirten, Entertainern und Spionen. Klar das diese exotische Truppe gerne stylisch wohnt. Und wieder läuft man zwischen Pflanzen und fetten Steinblöcken rum.

ddo_phiarlan

Auch die Gestaltung der Innenräume kann sich sehen lassen. Das Spiel bietet diverse Grafikstile für die Inneneinrichtung der öffentlichen Gebäude, Shops und Tavernen. Zusätzliche Variation schaffen die zahlreichen Wandteppich-Texturen und die magisch leuchtenden Banner. Die abgebildeten Wappen passen natürlich individuell zur jeweiligen Fraktion auf deren Territorium man sich gerade bewegt.

ddo_innenraum_banner

Shopping mit Lounge-Ambiente. Dieser Magie-Laden verkauft keine Drogen und Liebestränke. Auch wenn er so aussieht. Schade eigentlich.

Rotes Licht - aber kein Bordell! Ein Magieladen mit etwas irreführender Beleuchtung.

DDO hat den Ruf, ein reines Dungeon-Spiel zu sein. Blanker Unsinn! Es gibt zahlreiche instanzierte Aussengebiete von beachtlicher Grösse. In diesen Arealen trifft man auf Gegner und auf verborgene Eingänge zu weiteren Indoor-Instanzen. Da die Grafik-Engine des Spiels aus 2006 stammt, reicht die Qualität der Vegetation und Felsen natürlich nicht an moderne MMOs wie Age of Conan ran. Trotzdem bietet auch hier DDO ein paar schicke Überraschungen. Insbesondere in den später zugefügten Gebieten wie z.B. der Start-Zone ‚Korthos Island‘ kann man das Auge an hübschen Landschaften und Wettereffekten erfreuen.

ddo_barde_insel

Schöner Ausblick: jeder halbwegs moderne PC reicht aus, um DDO grafisch voll auszureizen. Das bedeutet unter anderem enorme Weitsicht und ein paar DX10 Effekte wie z.B. nette Wasserroberflächen.

screenshot00003

Soviel zum Thema Stadt & Land. Im nächsten Artikel machen wir eine Tour in den Keller und sehen uns die Grafiken der Instanzen an.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.